Helmstedter Partnerschaftsverein

40-jähriges Städtepartnerschaftsjubiläum zwischen Helmstedt und Vitré

(v.l.n.r.) • Odile Bouvet, Presidente Comité de Jumelage de Vitré, • Hans-Otto Kieschke, Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger von Helmstedt sowie Unterzeichner der Urkunde vor 40 Jahren, • Pierre Méhaignerie, Bürgermeister von Vitré und mehrfacher Minister verschiedener französischer Regierungen, • Dr. Joachim Scherrieble, Vorsitzender des Helmstedter Verein für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen e.V. (HPV), • Meckie Jordan, Städtebeauftragter für Vitré beim HPV, • Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt

Mit diesem Gedanken, den Guy de Maupassant vor etwa 130 Jahren niederschrieb, begrüßte der Vorsitzende des Helmstedter Vereins für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen e.V. (HPV) Dr. Joachim Scherrieble zum dritten internationalen Sommerfest – dieses Jahr anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Helmstedt und Vitré. Nach den vielen beeindruckenden und oft berührenden Begegnungen von Jung und Alt mit den acht Partnerstädten freute sich Scherrieble, über 150 Menschen aus fast allen Partnerstädten zu einem gemeinsamen Fest begrüßen zu können. Unter ihnen viele der Aktiven, die diese Partnerschaften seit Jahrzehnten mit Leben erfüllen – sowie die beiden Ehrengäste, die die Partnerschaftsurkunde damals zusammen unterschrieben haben: Hans Otto Kieschke, 95-jähriger Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger des Stadt Helmstedt und langjähriger Vorsitzender des HPV, sowie Pierre Méhaignerie, knapp 80-jähriger Top-Politiker aus Frankreich, mehrfach über längere Perioden nationaler französischer Minister, unter anderem für Justiz und Landwirtschaft – und seit über 40 Jahren ununterbrochen Bürgermeister von Helmstedts französischer Partnerstadt Vitré.

 

Bei perfekten Sommerfest-Wetter mit allerlei kulturellen und kulinarischen Überraschungen dankte Scherrieble in Helmstedts historischer Mitte, der Begegnungsstätte Kloster Ludgerus, den Mitgliedern des HPV, den vielen Gastgebern in beiden Städten, die Tausenden von jungen und älteren Helmstedtern die Möglichkeit zu Übernachtungen „von Familie zu Familie“ organisiert und hierdurch ermöglicht haben, Land, Leute und Kulturen der jeweiligen Partnerstädte kennen zu lernen. Besonders dankte er den „ziemlich besten französischen Freunden“ aus Vitré um Odile Bouvet sowie dem Helmstedter Städtebeauftragten „Meckie“ Jordan und seiner Frau Renate – alles getreu nach dem Motto „Völkerverständigung von unten“ und „offene ren schaffen offene Herzen“!

 

Bürgermeister Schobert dankte den Partnerschaftsvereinen beider Städte und überreichte Monsieur Méhaignerie ein kostbares französisches Lexikon aus dem Stadtarchiv, gedruckt im Jahre 1710, das die Stadt hatte aufarbeiten lassen. Dieser formulierte seine Lebenserkenntnis und politische Überzeugung, dass die Zukunft und Weiterentwicklung unserer Gesellschaften und Kommunen in der Offenheit gegenüber Neuem und Fremdem liegt.

 

Anne Serger umrahmte die Textbeiträge mit himmlischer Harfenmusik wichtiger französischer und deutscher Komponisten für Harfe. Nach einer ausgiebigen „Tischgemeinschaft“ mit kulinarischen Köstlichkeiten und der „Queen of England“ als Überraschungsgast begeisterte die LIONS Party Band.

 

Ein gelebtes lustvolles Bekenntnis zu Europa in der Mitte Helmstedts – besonders vor dem aktuellen politischen Hintergrund erscheinen die persönlichen Freundschaften, die dieser Tage erlebbar waren, vielleicht als kleiner Mosaikstein – doch als bedeutender kultureller Gewinn.