Helmstedter Partnerschaftsverein

Mohrs würdigt Städtepartnerschaft im Bundestag

Aus Anlass der seit 40 Jahren bestehenden Freundschaft reist eine Delegation nach Berlin.

Wir leben Europa! Dieses Motto gilt in Helmstedt: seit 40 Jahren wird eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Vitré in der Bretagne gepflegt. Daher freute es den Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs sehr, dass anlässlich dieses Jubiläums eine 34-köpfige deutsch-französische Delegation aus beiden Städten nach Berlin gekommen ist und ihn im Bundestag besucht hat. In dieser befand sich auch Pierre Méhaignerie, Bürgermeister von Vitré und langjähriger französischer Agrar- und Justizminister Frankreichs.

Kurzweilig, gut gelaunt, lebendig – so erlebte nicht nur der Abgeordnete das Gespräch im Fraktionssaal der SPD-Bundestagsfraktion im Berliner Reichstagsgebäude. Es entwickelte sich schnell eine intensive Diskussion um die großen Themen und Herausforderungen, vor den Europa steht: angefangen bei der Besserstellung der sozialen Berufe über den zu bewältigenden Strukturwandel in ländlichen Regionen bis hin zu Lösungsmöglichkeiten der Flüchtlingsfrage.

Auf hohem Niveau tauschten sich die Gäste, mithilfe des dolmetschenden und die Gruppe anleitenden Ehepaar Joachim und Arlette Scherrieble, mit dem Abgeordneten für Helmstedt und Wolfsburg aus. „Von diesen Engagements lebt Europa!“ so Mohrs abschließend und freute sich über die frühzeitig ausgesprochene Einladung nach Vitré zu den Feierlichkeiten für das 50-jährige Jubiläum 2028.

 

 

40-jähriges Städtepartnerschaftsjubiläum zwischen Helmstedt und Vitré

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“

Mit diesem Gedanken, den Guy de Maupassant vor etwa 130 Jahren niederschrieb, begrüßte der Vorsitzende des Helmstedter Vereins für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen e.V. (HPV) Dr. Joachim Scherrieble zum dritten internationalen Sommerfest – dieses Jahr anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Helmstedt und Vitré. Nach den vielen beeindruckenden und oft berührenden Begegnungen von Jung und Alt mit den acht Partnerstädten freute sich Scherrieble, über 150 Menschen aus fast allen Partnerstädten zu einem gemeinsamen Fest begrüßen zu können. Unter ihnen viele der Aktiven, die diese Partnerschaften seit Jahrzehnten mit Leben erfüllen – sowie die beiden Ehrengäste, die die Partnerschaftsurkunde damals zusammen unterschrieben haben: Hans Otto Kieschke, 95-jähriger Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger des Stadt Helmstedt und langjähriger Vorsitzender des HPV, sowie Pierre Méhaignerie, knapp 80-jähriger Top-Politiker aus Frankreich, mehrfach über längere Perioden nationaler französischer Minister, unter anderem für Justiz und Landwirtschaft – und seit über 40 Jahren ununterbrochen Bürgermeister von Helmstedts französischer Partnerstadt Vitré.

 

Bei perfekten Sommerfest-Wetter mit allerlei kulturellen und kulinarischen Überraschungen dankte Scherrieble in Helmstedts historischer Mitte, der Begegnungsstätte Kloster Ludgerus, den Mitgliedern des HPV, den vielen Gastgebern in beiden Städten, die Tausenden von jungen und älteren Helmstedtern die Möglichkeit zu Übernachtungen „von Familie zu Familie“ organisiert und hierdurch ermöglicht haben, Land, Leute und Kulturen der jeweiligen Partnerstädte kennen zu lernen. Besonders dankte er den „ziemlich besten französischen Freunden“ aus Vitré um Odile Bouvet sowie dem Helmstedter Städtebeauftragten „Meckie“ Jordan und seiner Frau Renate – alles getreu nach dem Motto „Völkerverständigung von unten“ und „offene ren schaffen offene Herzen“!

 

Bürgermeister Schobert dankte den Partnerschaftsvereinen beider Städte und überreichte Monsieur Méhaignerie ein kostbares französisches Lexikon aus dem Stadtarchiv, gedruckt im Jahre 1710, das die Stadt hatte aufarbeiten lassen. Dieser formulierte seine Lebenserkenntnis und politische Überzeugung, dass die Zukunft und Weiterentwicklung unserer Gesellschaften und Kommunen in der Offenheit gegenüber Neuem und Fremdem liegt.

 

Anne Serger umrahmte die Textbeiträge mit himmlischer Harfenmusik wichtiger französischer und deutscher Komponisten für Harfe. Nach einer ausgiebigen „Tischgemeinschaft“ mit kulinarischen Köstlichkeiten und der „Queen of England“ als Überraschungsgast begeisterte die LIONS Party Band.

 

Ein gelebtes lustvolles Bekenntnis zu Europa in der Mitte Helmstedts – besonders vor dem aktuellen politischen Hintergrund erscheinen die persönlichen Freundschaften, die dieser Tage erlebbar waren, vielleicht als kleiner Mosaikstein – doch als bedeutender kultureller Gewinn.

 

 

(v.l.n.r.) • Odile Bouvet, Presidente Comité de Jumelage de Vitré, • Hans-Otto Kieschke, Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger von Helmstedt sowie Unterzeichner der Urkunde vor 40 Jahren, • Pierre Méhaignerie, Bürgermeister von Vitré und mehrfacher Minister verschiedener französischer Regierungen, • Dr. Joachim Scherrieble, Vorsitzender des Helmstedter Verein für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen e.V. (HPV), • Meckie Jordan, Städtebeauftragter für Vitré beim HPV, • Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt

10 Jugendliche aus Vitré genossen Helmstedt im Hochsommer

Besuch aus Vitré vom 13.-19.07.2014

Unter dem Motto „Deutsch-französische Aktionswoche“ hieß der Helmstedter Verein für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen kürzlich eine Gruppe Jugendlicher aus der Partnerstadt Vitré willkommen. Begleitet wurden sie von Isabelle Engel und Sylvie Frin vom Comité de Jumelage Vitré. Alle fanden herzliche Aufnahme bei hiesigen Familien.

Unter der Leitung der Jugendbeauftragten Monika Bartels-Röker verbrachten die deutschen und französischen Jugendlichen eine gemeinsame abwechslungsreiche Woche. Als Basisstation für das Programm diente das Jugendfreizeit- und Bildungszentrum Helmstedt, welches mit seinen vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten bei allen für Begeisterung sorgte. Die französischen Begleiterinnen stellten fest, dass es eine vergleichbare Einrichtung in Vitré nicht gäbe. Angeleitete Kennlernspiele bewirkten dann ein Übriges und das „Eis“ war gebrochen. In fröhlicher Stimmung ging es an den folgenden Tagen auf zu neuen Herausforderungen.

 

Die „Mühen“ einer Wanderung durch das Bodetal fanden ihren Abschluss beim Harzbobfahren. Unterschiedlichste Konstellationen für die Besetzung der Bobs wurden gebildet und der Wagemut wurde durch rasante Abfahrten belohnt.

In Zwischengesprächen spielte das Thema Essen immer wieder eine Rolle. Unterschiedlichkeiten wurden festgestellt. Besondere Bewunderung wurde dabei der langen deutschen Bratwurst zuteil. Eine Fachtour durch das VW-Werk brachte besonderes Erstaunen bei einer 14-jährigen Französin darüber hervor, dass dort auch so viele junge Frauen in technisch orientierten Bereichen arbeiten würden. Sie selber hätte auch Lust auf so etwas. Ihr sei aber nicht klar gewesen, dass das für Mädchen auch möglich ist. Beim anschließenden Besuch des Phaenos konnten dann alle, ob Mädchen oder Junge, ihrem Forscher- und Entdeckergeist freien Lauf lassen.

 

Mit der Grundlage eines fortgeschrittenen Gruppenprozesses ging es zum Ende der Woche auf eine Oker-Kanutour. Das Wetter war grandios, obgleich eine der jungen Französinnen geglaubt hatte, dass es in Deutschland nie so richtig sonnig und warm sein könne.

 

Es war fantastisch, wie die Gruppe sich selbsttätig, unter Einsatz von Händen, Füßen, Deutsch, Französisch und Englisch regulierte. Die Bootsbesetzungen wurden von den Jugendlichen nach einer ersten Phase so lange neu zusammengesetzt, bis alle Teams in der Lage waren die Richtung zu halten und sicher ans Ziel zu kommen. Ein 15-jähriger Franzose stellt am Rande fest, dass sich Deutsch hier eigentlich gar nicht so schlecht anhört, wie man es in Frankreich immer so empfindet.

 

Einen wunderbaren Abschluss fanden die vielen Erlebnisse auf dem Sommerfest des Vereins in der Politischen Bildungsstätte. Unterschiedliche Darbietungen sorgten für einen kurzweiligen Abend. Die Jugendlichen ließen es sich nicht nehmen, auch etwas zum Programm beizusteuern. Ihre zwei musikalischen Beiträge, die sich weniger durch Perfektion, als durch Freude an der Sache auszeichneten, ernteten viel Applaus. Der Abschied wurde erwartungsgemäß schwer, aber beim HPV bleibt man dem Motto „Nach dem Austausch, ist vor dem Austausch“treu.

 

Die Erfahrung einer deutschen Teilnehmerin soll nicht unerwähnt bleiben. Die 14-Jährige geht in Kürze für mehrere Monate nach Kanada. Sie resümierte, dass neben anderen Begegnungserfahrungen die sie schon gemacht habe, auch diese für sie noch einmal eine Ermutigung für den bevorstehenden Auslandsaufenthalt bedeutet.

Chorbesuch aus Vitré

Ende gut - alles gut, könnte der Titel dieser wunderbar gelungenen Begegnung mit 43 Besuchern aus unserer Partnerstadt Vitré lauten.

Vom 1. – 4. Mai war der Chor Nervalphonie aus Vitré bei uns zu Gast.

Neben dem begeisternden Konzert im Brunnentheater gehörte eine Führung durch das Museum Mechanischer Musikinstrumente in Königslutter ebenso zum Programm wie ein ausführlicher Besuch der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Beide Ausflüge stießen in ihrer Unterschiedlichkeit auf großes Interesse bei unseren Gästen.  Beim Begegnungsabend ließen dann die Franzosen „die Puppen tanzen“. Chorleiter Jean Luc Cochet spielte und tanzte in seiner mitreißenden Art auf und es hielt keinen mehr auf seinem Platz! Es war ein tolles Miteinander und Gäste sowie Gastgeber waren gleichermaßen begeistert!

Aktivitäten 2013 mit Vitré

Eine wunderbare Woche, durch Höhen und Tiefen, bei unseren Freunden in Vitré vom 06.-14.07.2013

Was für ein Einstieg für die neue Jugendbeauftragte des Helmstedter Vereins für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen (HPV).

Bei der ersten Fahrt unter Leitung von Monika Bartels-Röker, mit 10 Jugendlichen in die Partnerstadt Vitré, blieb sprichwörtlich kein Auge trocken. Eingeladen war man zur Teilnahme an einem Ferien-Sportcamp mit insgesamt 50 Kindern und Jugendlichen aus dem Gemeindeverbund Vitré. Die Unterbringung erfolgte in französischen Gastfamilien.

 

Das Kennenlernen am ersten Tag wurde durch das französische Team in Ballspiele mit unterschiedlichen Mannschaftskonstellationen eingebettet. Erste deutsch-französische Mischungen ließen sich nicht verhindern und das „Eis“ begann zu schmelzen.

 

Am zweiten Tag ging es zum Wasserskifahren. Nach einer gründlichen Einführung wagten sich alle TeilnehmerInnen auf die Bretter. Das persönliche Geschick bestimmte, in welcher der vielen Kurven man baden ging - trocken blieb keiner!

 

Wer nach dieser Aktion gedacht hatte, dass Tempo und Spaß nicht mehr zu steigern seien, hatte sich gründlich getäuscht – Rafting, auf einem Kanal voller Stromschnellen, mit ordentlichem Gefälle und mit einer deutsch-französischen „Équipe“ an Bord war das nächste Highlight. Hier mussten die Kommandos zweisprachig und auch noch super schnell gegeben werden, sonst ging’s ab ins Wasser. Lautes Gejohle erklang aus allen Booten – triefnass, aber glücklich wurde diese Aktion mit einem gemeinsamen Picknick am Ufer beendet. Währenddessen konnten die Sportsachen im Sonnenschein trocknen und die Kräfte kehrten zurück.

 

Ein weiterer Tag stand unter dem Motto „Baseball“. Morgens gab es wieder eine gründliche Einführung in die Regeln und die Spieltechnik und nachmittags ging es aufs Ganze. Es wurden Mannschaften gebildet und ein Turnier bis zum Finale gespielt. Viel Freude bereitete hierbei der Name, den sich unsere Helmstedter Mannschaft auf Vorschlag von Begleiter Jan Meyer gegeben hatte: „Streichholzschachtel“ - für Franzosen eine absolute sprachliche Herausforderung.

 

Den sprichwörtlich krönenden Abschluss der Woche bildet der Ausflug in die Höhen eines Kletterwaldes mit sieben verschiedenen schweren Parcouren. Hier war Schwindelfreiheit, Wagemut und Trittsicherheit gefragt. Unter den Jugendlichen und dem Begleitteam offenbarten sich weitere ungeahnte Talente und nur die Sicherheitsvorschriften konnten die Jüngeren vom Klettern, auch auf den höchsten Ebenen, abhalten.

 

Diese Woche brachte so viel Freude, dass sie nach Wiederholung verlangt. Die ersten Verabredungen dafür sind schon getroffen. Ein herzlicher Dank gilt den französischen Gastfamilien für die liebevolle Unterbringung und der VW-Sportkommunikation, die den Austausch mit zwei Kleinbussen für den Transport unterstützt hat.

Gymnasium Julianum und Lademann-Realschule begrüßen Schülerinnen und Schüler aus Vitré

Empfang der Gäste aus Vitré am 05.04.2013

Die Schulpartnerschaft des Gymnasium Julianum und der Lademann Realschule mit zwei französischen Collèges geht in die nächste Runde. Nach der Ankunft der französischen Gruppe am Donnerstag, den 4. April, begrüßten Bürgermeister Wittich Schobert und die Schulleitungen der beiden Helmstedter Schulen gemeinsam mit dem Städtebeauftragten für Vitré Heinz Jordan am Freitag, den 5. April im Forum des Gymnasiums Julianum insgesamt 50 französische Schülerinnen und Schüler sowie eine französische Kollegin und drei Kollegen.

 

Die stellvertretenden Schulleiter beider Schulen dankten der Stadt Helmstedt und dem Partnerschaftsverein ausdrücklich für die langjährige Unterstützung des Schüleraustauschs und sprachen ebenfalls Dank und Anerkennung für die Organisatorinnen des Austauschs aus. Ihr Einsatz sichere und ermögliche erst das lebendige Miteinander der beiden unterschiedlichen Kulturen und Sprachen.

 

Auf dem Deutschland-Programm der jungen Französinnen und Franzosen standen, neben der Teilnahme am Unterricht, Besuche und Besichtigungen in der Bundeshauptstadt Berlin, in Helmstedt und Umgebung und in Goslar. Ein gemeinsam verbrachter Tag in Magdeburg rundete den Aufenthalt mit Musik und schönen gemeinsamen Erlebnissen ab, so dass vielen der Abschied am vergangenen Donnerstag sichtlich schwerfiel. Ein Trost ist für alle, dass sich die Schülerinnen und Schüler im kommenden Frühjahr in Vitré wiedersehen und dann dort gemeinsam in den Familien leben werden.

 

Schülerinnen und Schülern, die das Nachbarland und die Partnerstadt darüber hinaus noch intensiver erleben möchten, bietet das Gymnasium Julianum ab Klasse 9 zusätzlich zum Schüleraustausch mit dem Collège Gerard de Nerval die Möglichkeit, an einem dreimonatigen Individualaustausch teilzunehmen (Brigitte-Sauzay-Programm).